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Informationen zum Thema Zecke, Borreliose, FSME


Lebensraum der Zecken:

Zecken lieben es warm und feucht und werden in der Regel erst im März wieder aktiv (bis November), wenn die Temperaturen konstant etwa über sieben Grad steigen .Zecken bevorzugen Waldränder und Waldlichtungen in Laub- und Mischwäldern meist im Unterholz bis maximal 1,50 m über dem Erdboden. Ebenfalls beliebt bei Zecken sind Bachränder und Gräser an Wegrändern sowie in Gärten und Parkanlagen. Auf Bäumen sind Zecken nicht anzutreffen. Die Vorstellung, dass Zecken von den Bäumen fallen stimmt daher nicht.

Allgemeiner Schutz:

Beim Aufenthalt in gefährdeten Gebieten kann geschlossene Kleidung einen gewissen Schutz vor infizierten Zecken bieten, im Anschluss ist es sinnvoll, sich nach Zecken abzusuchen und eventuell festgesaugte Zecken sofort zu entfernen. Meiden Sie unwegsames Gelände oder Unterholz. Auch Heuhaufen oder Futterstellen sind beliebte Aufenthaltsorte der gefährlichen Sauger.

Entfernung von Zecken

Saugende Zecken sollten, sobald sie entdeckt werden, mit einer Pinzette oder einer Zechenzange so nah wie möglich an der Haut gegriffen und entfernt werden, besser noch entfernen lassen, ohne die Zecke zu knicken oder zu quetschen. Die Frage des „Wie“ (z.B Drehrichtung) hat bei der Entfernung der Zecken keine Bedeutung. Wichtig ist die Entfernung des Kopfes. Von der Verwendung von Öl oder Klebstoff zum Abtöten der Zecke ist dringend abzuraten, da im Todeskampf der Zecke, wie auch beim Quetschen, verstärkt Krankheitserreger in den Körper injiziert werden.

Borreliose

Die Erreger der Borreliose ist das Bakterium borrelia burgdorferi. Diese Krankheit wird ebenfalls von Zecken beim Biss übertragen und ist viel weiter verbreitet als FSME. Sie können Gehirnhautentzündungen, Herzerkrankungen, Gesichtslähmungen oder auch Gelenkentzündungen auslösen. Anders als bei dem FSME-Virus der nur in bestimmten Gebieten vorkommt kann man sich mit Borreliose in ganz Deutschland infizieren.

Therapie und Schutz

Das Bakterium befindet sich im Mitteldarm der Zecke und gelangt mit den Ausscheidungen der Zecke etwa 6 Stunden oder später nach dem Stich in den Körper des Menschen.

Daher ist der beste Schutz vor einer Borreliose Zecke diese so schnell wie möglich zu entfernen.

Zur Zeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen die europäischen Arten der Borreliose. Die Krankheit ist aber bei frühzeitiger Gabe von Antibiotika behandelbar. Im ersten Stadium der Krankheit spricht eine Antibiotikabehandlung schon meist innerhalb von wenigen Tagen an, die Behandlung bei einem späteren Verlauf der Krankheit ist langwierig mit bestimmten und hoch dosierten Antibiotika.

Krankheitsbild

Ein deutlicher Hinweis auf die Infektion mit Borrelien ist eine ringförmige Hautrötung (Wanderröte), meistens rund um die Einstichstelle, die Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich auftreten kann. Erst ein kleiner Ring, wandert die Rötung immer weiter nach außen. In diesem Stadium ist unbedingt der Arzt auf zu suchen. Die einzige zuverlässige Abgrenzungsmethode zu FSME ist das Messen der Borrelientiter im Blut.

FSME: Frühsommer-Meningo-Encephlitis

Infektionsweg:

Der Virus wird mit dem Speichel einer stechenden Zecke, die selbst infiziert ist, übertragen. Warmblütige Wild- und Haustiere beherbergen das Virus. Von Ihnen nimmt die Zecke es beim Blutsaugen auf.

In den letzten Jahren traten in Deutschland jährlich etwa zwischen 150-250 FSME-Fälle auf.

Krankheitsbild

Fünf bis 14 Tage nach dem Stich beginnt bei den Infizierten die erste Phase der Erkrankung mit grippeähnlichen, unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber und Schnupfen. In dieser Zeit heilt die Krankheit aus, wenn der Organismus Antikörper bildet.

Bei ungefähr jedem dritten Patienten kommt es jedoch nach etwa einer Woche erneut zu Fieber und die zweite Phase der Erkrankung mit den neurologischen Symptomen beginnt. Der Erreger verursacht Infektionen der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Die Hirnhautentzündung äußert sich durch, Fieber, Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Von diesen Patienten wird jeder Zehnte dauerhaft geschädigt (z.B. Lähmung). Etwa 1% der Erkrankten stirbt. Je älter der Patient, desto schwerer verläuft in der Regel die Krankheit.

Impfung

Wirkungsvollen Schutz vor einer Zecken-Hirnhautentzündung (FSME) erhält man durch die vorsorgliche Impfung, die so genannte „Zeckenimpfung“.

Die Impfung gegen FSME wird all denjenigen Personen empfohlen, die sich in Risikogebieten aufhalten oder dort hin reisen und aufgrund Ihrer Aktivitäten mit Zecken in Kontakt kommen könnten. Urlauber sollten sich rechzeitig vor Urlaubsantritt informieren, ob speziell in Ihrem Urlaubsgebiet FSME verbreitet ist.

Wie wird geimpft?

Bei einer FSME-Impfung werden abgeschwächte, abgetötete Erreger in den Muskel gespritzt, die keine Krankheiten mehr auslösen können, den Körper jedoch zur Bildung von Abwehrstoffen anregen. Sicherer Schutz vor Erkrankung ist erst nach drei Impfungen zu erwarten.

Schnellimpfschema:
  • Drei Impfungen an den Tagen 0,7 und 21.
  • Auffrischung nach 12-18 Monaten.
  • Dieses Impfschema ist besonders für Reisende geeignet.
Langzeitimpfschema:
  • Drei Impfungen, am Tag 0, nach 1-3 Monaten und nach 9-12 Monaten.
  • Auffrischung nach 3 Jahren


















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